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NEW YORK III
... OOOPS, WE'LL DO IT AGAIN ...

   

18.10.2005

Allrighty! Das war's dann wohl mal wieder. Wir sitzen schon seit ca. 2 Stunden wieder im geliebten Singapore Airline Jumbo. Und erneut muß ich gegenüber der Cabin Crew sitzen. Welch grausame Strafe. Wieder großes Lob und großen Dank an unseren Ingo für seinen Einsatz bis zum Letzten. Wir haben alle Beinfreiheit bis zum Umfallen und Hauptgewinner in der Sitzplatzlotterie war Enno, da sein rechter Nebenplatz frei ist. Ich hatte schon vermutet, daß er die beiden Screens des Multi-Entertainmentsystems nutzen würde um gegen sich selbst Computerspiele zu machen. Aber er ruht nun erst mal. Daß ich das noch erleben darf. Enno war nämlich frühmorgens im Einsatz am PC, wo ich ja durchaus noch mithalten konnte. Aber Enno war auch des Nachts in der Partyzone die entscheidenden Ovomaltine - Meter fitter als ich und ist dann noch - wie gestern - alleine zum Time Square gezogen um den ziemlich geleerten Megaplatz abzulichten. Mit Stativ, versteht sich! ;-) Beim Einchecken vorhin hat er mir noch stolz und zufrieden erzählt, daß sein neues Goldstück sicher verstaut im großen Koffer reise. Auf meine Nachfrage ob da nicht Reibereien mit dem alten, im gleichen Gepäckstück reisenden nun abgelegtem Stativ entstehen könnten, meinte er nüchtern und ganz trocken "Im Gegenteil, ich rechne mit vielen kleinen Stativen". Aha, Enno als Stativzüchter. B&H - Eckental oder so. Wir bleiben dran!
Aber was gibt's vom heutigen Tag noch zu berichten? Trotz teilweise (sehr) spätem zu Bett gehen am Vortag, war für Enno und mich um 8.00 die "Nacht rum". Bilder mußten nachbearbeitet werden und meine Finger sehnten sich nach der Tastatur. Wegen der vielen Bilder und des Rede(/Schreibe-)schwalls kam ich schließlich erst gegen 11:00 Uhr zum Packen. Enno hatte das schon hinter sich gebracht und war zum Shoppen und erneut nach Midtown zum Foto-Shooting. Auch Heike und Ingo begaben sich wieder ins 21. Jahrhundert. "21 Century" heißt eines dieser Shopping Center wo man die tollsten Klamotten sehr preiswert bekommen kann. In der Courtland Street gleich bei uns um die Ecke ist so Jahrhundert-Shop. Nachdem Heike und Ingo wieder zurück waren, checkten wir mal schön gemeinsam aus um noch kurz alle ganz wichtigen Internet-Aktionen abzuwickeln, bevor schon wieder der Sandwich Laden Cosi nach Ingo rief. Auch Heike ging diesbezüglich vollkommen konform und ließ sich mitrufen.
(3 Stunden später:)
Leider haben die mir vorhin das Licht ausgemacht und schlafen verordnet, so daß ich erst jetzt - ca. 3 Stunden später - weitermachen kann. Wir befinden uns mittlerweile im Anflug auf London. in New York ist es gerade 3.00 Uhr nachts und bei euch (oder muß ich schon wieder schreiben "bei uns") ist es 8.00 Uhr morgens. Allmighty, wie der Franke sein "Allmächd" in Englisch übersetzen möchte, soll das wirklich nun schon wieder zu Ende sein?
Habe vorhin wieder die Flight-Show und das Entertainment Programm von SIA in Anspruch genommen. Ich finde das wirklich hammerartig. Habe zuerst etwas "Mandarin" gelernt und mir dann indische und chinesische Musik reingezogen, war in Spanien bei meinem alten Freund Luis Miguel zu Gast und bin eiligst über Sarah Connor hinweggesprungen. Gott sei Dank wurde Licht! So daß ich euch jetzt mal den Rest von New York noch nachreichen kann. Allerdings naht hinter mir schon das Frühstück. Das ist ja High Speed Futtern hier.
Frühstück? - Soll ich, soll ich nicht? - Aber, -  ich habe! Kaffee, Orange Juice und ein Sandwich mit Ham and Cheese ließ ich mir darreichen. Ich habe mich beeilt, damit ich hier schön weitermachen kann. Also "Rest of New York" - die Dritte. Mit Heike und Ingo war ich in das World Financial Center gezogen und das sagenumwobene Cosi heimzusuchen. Während Heike und Ingo ob der Güte der Sandwiches wieder ihre Sensationsleier fuhren (bzw. das Große Einmaleins der Sensationell-Kunde drei mal auf und ab beteten) gönnte ich mir nur eine Diet Coke. Auf dem Rückweg war noch mal Shoppen im 21 Century angesagt. Bei herrlichstem Wetter vorbei am Ground Zero wiederum versucht dieses Unvorstellbare mit dem Foto einzufangen. So unfaßbar, auch unwirklich und vor allem weiterhin absolut unbegreiflich wie es letztlich ist, ertappe ich mich wie "normal" das alles schon wieder für mich und sicher auch die meisten der anderen geworden ist. Das spannende Interesse nach der zukünftigen architektonischen Gestaltung des Platzes drängt sich immer mehr in den Vordergrund der Gedanken. Very Strange! 
Im Shop blieb ich erneut eisern obwohl ich mir etliche Shirts und Krawatten von Calvin Klein, Donna Karan und Kenneth Cole angeguckt hatte. Auch im von Ingo dann angesteuerten Schuhladen machten die People dort kein Geschäft. Auf intensivstes Drängen von Gsichti ging's dann in die 34ste zu Macy's, dem größten Kaufhaus der Welt. Man kann nicht nur Einkaufen dort, man kann sich auch verlaufen. Heike kaufte "Sex in the City" ein, Schminke bei der man nicht sieht, daß man geschminkt ist und Gesichtspeeling, daß einem die Gesichtshaut davon abgeht, sowie hocherotische Dessous, welche sie später im Starbucks am Broadway schön auspackte, allerdings nicht anprobierte. Als wir den Konsumtempel Macy's wieder verließen waren 5 bis 6 große Feuerlöschzüge angerückt, deren Besatzungen - teilweise voll aufmontiert -  in die Subway einrückte. Den Grund konnte ich leider nicht erfahren. Aber Feuerwehr und Passanten blieben cool und unbeeindruckt. Blöde Touries, so wie ich auch zückten mal sofort ihren Fotoapparat. Aber dem Anschein nach, war's nichts wirklich ernstes. Das Starbucks am Broadway machte mich dann nahezu richtig wehmütig. Konnte man dort nicht nur leckeren Cappucino und vorzüglichen Zitronenkuchen genießen, sondern auch das Treiben auf dem Broadway optimal beobachten und dies bei typisch amerikanischer Hintergrundmusik. Hätte ich glatt ein, zwei Stunden einfach dort sitzen können. Trotz Broadway wirkte das Cafe auch erstaunlich beschaulich und die Atmosphäre wirkte in erster Linie beruhigend auf mich. New York Chill Out!
Heimwärts dann wieder mit der U-Bahn gen South Street, wo der Lippenstift-Fotograf Enno von und zu Lichtenfelden schon auf uns wartete. Mit Gepäck in Reih und Glied sind wir dann alle Viere über die Wall Street zur Fulton Street gelaufen.
Da wir gestern leider die ganze Kohle auf den Kopf gehauen hatten, wollten wir heute schön sparen und mit der U-Bahn fahren. Durch die Subway-Drehkreuze gezwängt und dabei mehrfach von Heikes Blicken getötet worden. Mir deucht sie hätte Taxi driven wollen. In der gut gefüllten Subway dazu noch länger "crowded" gestanden. Kann man aber wenigstens nicht umfallen. Richtung JFK wurde es aber zusehends leerer. An der Parkway Dingsbums Station umgestiegen in den AirTrain, für den wir aber dann pro Nase 5,- $ zusätzlich berappen mußten. Unsere Sparrechnung geriet dadurch schnell in die Schieflage, da 20 Dollar, Stress und Hektik statt vielleicht 50 Dollar Taxi. Aber das kennen wir ja aus der Firma. "Sparen um jeden Preis". ;-) Ist natürlich ein Joke, denn so was gibt's bei einem Global Player nicht. Da gibt's nur IFO-Protection und Speed und viele andere schöne Sachen.
Jedenfalls sind wir wohlbehalten am Terminal 4 angekommen und haben Ingo wieder in seinem Element erlebt wofür ich ihm hier den ersten Preis oder den Flight Oscar in der Kategorie "Seat-Management- International" verleihe . Wir sind mit den billigsten Tickets ( 99,- € pro Kopf) in's Rennen gegangen und sind mit den besten Plätzen rausgekommen. Respekt mein Guter! Bei der Sicherheitskontrolle hieß es Schuhe ausziehen und auch kleinste Metallteile abzulegen. Bei diesem Spiel verlor ich leider meine Ansteckplakette zur Partnerschaft von SIA mit Lufthansa. Schnief²! Gsichti und ich zogen uns anschließend eine Slice New York Style Pizza rein. Im nächsten Moment wurde dann wieder der Jumbo zum Abschuß (fototechnisch betrachtet) freigegeben. Der glänzte noch richtig. Wir strahlten auf Grund dieser Tatsache auch. Relativ spät zum Boarding, aber alle Mann und die eine Frau gelangten an Board und es hieß plötzlich "rollin' home".
Sehe gerade, daß wir London links liegen gelassen haben und direkt über Paris fliegen. Also, bon jour und uns auf den letzen Meilen hoffentlich weiterhin eine Bon Voyage. Werde jetzt den Schleppie wieder einpacken. Bin sensationell müde. Enno liest gerade die Süddeutsche, Gsichti schläft mal wieder und Ingo ist mit mir einer Meinung, daß die kleinen Schlitzaugen (wohlgemerkt: das ist keine Beleidigung, da wir beide dieser Ausprägung des homo sapiens große Zuneigung und Bewunderung entgegenbringen) im Cockpit da einen sensationellen Flug hingelegt haben. ;-)
Bilder und den Rest der Geschichte asap.
Jetzt, um 14:30 MESZ ist asap. Die Fantastischen Vier (Ennos Kreation in Anlehnung an den Film im Flight-Entertainment) vom großen Apfel sind wieder da. Nach butterweicher Landung in Frankfurt schnurstracks zur Gepäckausgabe. Ich war schon Zielscheibe der anderen, da ich meinen Priority - Aufkleber von Hinflug abgemacht hatte. Wenn die Gruppe wegen mir warten muß, dann "Gut Nacht", ... bin ich dem allgemeinen und hundsgemeinen Spott preisgegeben. Heikes Tasche ist die erste, hat sogar noch einen zweiten, schwarzen Priority Aufkleber d'ran. Oh oh! Nach der nächsten Runde jedoch kommt meine Tasche, die anderen vermeintlich priorisierten sind jedoch noch nicht da.
Ich atme auf. Dann zieht Ingo (s)einen Koffer vom Band, stellt aber fest, daß der zwar so aussieht wie seiner, es aber nicht ist.
 :-(  Schließlich kommt auch Ennos Gepäck. Nur Ingos Koffer, oder dessen Klon kreist nun ein ums andere mal den Baggage Circuit. Es dämmert uns schnell, daß wohl ein Kollege ein bißchen weniger aufmerksam war als Ingo. Auch eine Dame vom Personal hat die aufkommende Verzweiflung mitbekommen und eilt uns, bzw. Ingo sofort zu Hilfe. Sie nimmt ihn an der Hand und führt in vorbei an der wartenden Menschenschlange an der Gepäckermittlung, wo natürlich - wir sind ja wieder in good old Germany - der erste rummosert. Aber die Dame erklärt, daß das ein spezieller Service von SIA ist. Da strahlt mein Ingo wieder. Diese 99,- € Tickets sind ja mehr wert als First Class. Ingos Koffer bleibt verschollen; es wird aber ermittelt und der Koffer nach Nürnberg geflogen und dort auch persönlich zugestellt. By the way, das löst unser derzeit größtes "Problem" von ganz allein. Im neuen Dienstwagen von Ingo ist nämlich kein Platz für Gepäck von 4 Personen. Was sagt man dazu? Aber, wie man sieht "Es gibt eine Lösung für jedes Problem". ;-)
Die Heimfahrt nutzen wir ein wenig zum gegenseitigen Reisefeedback und Gedankenaustausch. Unser aller Fazit: "Gscheid schee" war's. Es gab viele gemeinsame und individuelle Highlights. Wir hatten viel Spaß im Team zu fünft und genauso zu viert. Jeder hatte seinen Freiraum, den der eine beim Chillen suchte und fand, die andere beim Lesen oder Shoppen und wieder andere beim Fotografieren oder auch beim Romane schreiben. ;-) Betonen möchte und muß ich auch den weiterhin exorbitant hohe Stellenwert des Themas "Essen". Interessant ist auch, daß ich mir dann zu Hause erst mal die Bilder und die Web Site angucken muß um mir in Erinnerung zu rufen, was wir alles erlebt haben. Das mag ein wenig heftig klingen, doch bei jedem Tag so vielen neuen Eindrücken ist es am Schluß nicht mehr möglich alles aus den Vortagen weiter im Cache zu halten.
Deshalb haben wir ja unseren permanenten Festspeicher im Internet. Dieses Phänomen hat auch Ingo mir uneingeschränkt bestätigt.
Aus dem Munde von Enno habe ich heute  (oder war's gestern oder vorgestern?) schon einmal gehörte "das machen wir bei New York 4". Fortsetzung durchaus wahrscheinlich! Ich jedenfalls freue mich schon jetzt darauf, genauso wie ich mich auch auf die nun folgenden Bilder freue.

Armaturen im Hotel

Künstler und Werkzeug - Enno und Linse, ohne Stativ

So ein Zeitung macht was her

"schön einpacken" wg. Shoppi Shopping

Let's cruise gen cosi (the art of sandwiching)

Ground Zero - die Lücke bleibt, aber man lebt damit

Das Kreuz als Mahnmal

"Jahrhundert-Klamotten" zu Jahrmarktpreisen

Cosi van ... äh Sandwich van Cosi

Aschenbecher in New York. Rauchen ist out, bzw. "außen"

Hier trafen wir einst (2001) Rachel

Ground Zero - die blutende Wunde ist gestillt

Leider gab's keine "Love in the Time of Cholera"

Auf zu Macy's - Gischti will dahin

Historische Rolltreppe im Macy's - wird gehegt und gepflegt

Grisu, der Feuerwehrmann, bzw. der "Firefighter"

Fuerwehrauto auf amerikanisch

vor dem Nike-Laden, mit Puma und für adidas/Gsichti

Vorwärts Männer - wir gehen zurück!

Im "Starbucksla" am Broadway

Mit voller Beladung zur Fulton Street - Koffer Konvoi

Selbsportrait aus dem Handgelenk - im Konvoi! ;-)

Riesiges Platzangebot bei SIA - Spar-Economy macht Spaß

Zeitvertreib: Kino, Audio und Chinesisch für Mug

Ingo erwischt meine Canon

der Tag bricht an - die Nacht war kurz!

Wenn ich groß bin, werde ich Cop

Meine "unpriorisierte" Reisetasche naht

Enno und seine Vorliebe für Linsengerichte

 

P.S.: Wir danken allen ganz herzlich die ab und an bei uns hier vorbeigeschaut haben und ganz besonders all denen die uns ein paar Zeilen in unser geliebtes Gästebuch geschrieben haben.

 

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